Was hat Mel Gibson aka. William Wallace verdammt nochmal - mit der Zukunft von Social Media zu tun
FREIIIHEITTTT
Kennst du den Film “Braveheart”?
Mel Gibson als William Wallace. Gefangen. Gefoltert. Kurz vor der Hinrichtung. Sie bieten ihm Gnade an, wenn er sich unterwirft. Wenn er die Knie beugt.
Und er schreit: “FREIIIHEITTTT!”
Ich habe diesen Film bestimmt 20 Mal gesehen. Und jedes Mal – jedes verdammte Mal – bekomme ich bei dieser Szene Gänsehaut.
Wegen dieser Hollywood-Dramatik?
Nein, wegen dem, was es bedeutet.
Es geht um Freiheit.
Und genau das ist der Grund, warum ich diesen Text schreibe.
Weil ich die letzten 29 Jahre im „Internet-Business“ verbracht habe. Weil ich jede Social-Media-Plattform kommen und gehen gesehen habe. MySpace. StudiVZ. Facebook. Instagram. Twitter. LinkedIn. Substack. Threads.
Und weil ich erkannt habe: Sie bieten uns alle Gnade an. Unter einer Bedingung: Unterwerfung.
Threads ist bequem. 400 Millionen User. Sofort Reichweite. Der Algorithmus macht alles für dich.
Aber du bist nicht frei.
Meta entscheidet, was du siehst. Meta entscheidet, wer dich sieht. Meta kann dich morgen rauswerfen. Meta kann die Regeln ändern.
Ich bin 49 Jahre alt. Und ich bin es müde, zu knien.
Ich bin müde
Egal auf welcher Plattform man landet – es ist immer das Gleiche.
Anfangs ist es gemütlich. Alles neu, alles frisch. Die Leute reden noch miteinander. Es geht um Inhalte, um Austausch, um echte Gespräche.
Dann kommt der Moment. Du kennst ihn.
Die ersten fangen an zu “pitchen”. Posts werden strategisch. Jeder will Reichweite. Jeder muss “präsent sein”. Niemand redet mehr – alle performen.
Das System ist so gebaut. Ich habe mir die Mechanik hinter Plattform-Kontrolle angeschaut – 20 Zeilen Code in einer robots.txt-Datei entscheiden, wer deine Inhalte sehen darf. Nicht du. Die Plattform. Und sie optimiert für ihre Partner, nicht für dich.
Der Algorithmus übernimmt. Nicht mehr die Menschen, denen du folgst, entscheiden, was du siehst. Sondern was “Engagement” bringt. Kontroverse. Clickbait. “Empfohlen für dich” – Dinge, die dich nicht interessieren.
Ich bin seit 1996 im Internet-Business. Ich habe das Spiel gespielt. Immer wieder.
Und ich bin es leid.
Nicht weil ich nicht mehr gewinnen kann. Sondern weil ich nicht mehr spielen will.
Weil jedes Mal, wenn ich auf “Posten” drücke, ein Teil von mir weiß: Das hier gehört nicht mir. Meine Worte. Meine Gedanken. Meine Verbindungen.
Sie gehören alle der Plattform.
Und das ist das Problem.
Der Moment, in dem mir klar wurde: Es muss anders gehen
Vor ein paar Tagen bekam ich eine Direct Message.
Von Diana. Wir waren hier lose vernetzt. Nicht eng. Wir hatten keine Telefonnummern ausgetauscht. Kein WhatsApp. Nur diese eine Verbindung über die Substack.
Sie schrieb: Sie muss ihr Handy entrümpeln. Digitales Ausmisten. Substack, auf dem wir uns kannten, ist auf der Lösch-Liste. „Substack wird dem erstmal zum Opfer fallen.“
Sie verabschiedete sich. Sehr wertschätzend. Es war eine Bereicherung, meine Artikel zu lesen.
Ich antwortete: „Vielen Dank, schön dich kennen gelernt zu haben. Alles Gute für deinen Weg.”
Und dann schrieb ich: „Komisch, irgendwie hab ich jetzt ein komisches Gefühl aber das wirst du hier ja jetzt nicht mehr lesen.“

Und dann war die Verbindung... weg.
Ich war traurig.
Nicht dramatisch. Nicht weltbewegend. Aber es nagte.
Weil unsere Gespräche Substanz hatten. Tiefe. Es ging um echte Gedanken, nicht um Performance.
Und jetzt war sie einfach weg. Weil eine App gelöscht wurde.
Und dann traf mich der Gedanke wie ein Schlag:
Wenn wir beide Adressen gehabt hätten – wie E-Mail-Adressen, aber für Social Media – wäre das nicht passiert.
Sie hätte ihre App löschen können. Ich meine. Die Verbindung wäre geblieben.
Wie bei E-Mail. Du löschst die Gmail-App nicht, indem du Gmail löschst. Deine E-Mail-Adresse bleibt. Die Verbindungen bleiben.
In diesem Moment wurde mir klar:
Social Media ist kaputt, weil wir das Grundprinzip falsch verstanden haben.
Wir dachten, Plattformen SIND das Internet.
Aber Plattformen sollten nur Werkzeuge sein. Nicht die Heimat.
Und jetzt habe ich genau das
Seit ein paar Tagen läuft meine eigene Instanz: fediverse.stevennoack.de
Ich dort alleine. Ein einsamer neuronaler Knoten. Eine Insel-Instanz.
Und das ist perfekt.
Weil alles, was ich poste, jetzt an EINEM Ort ist. Zentral. Unter meiner Kontrolle.
Nicht wie früher:
Twitter-Account: Tot. 3 Jahre keine Posts mehr.
Instagram-Account: Vergessen. Ab und zu mal ein Bild, ohne Strategie.
LinkedIn: Performance-Theater. Ich hasse es.
Substack: Sporadisch. Wenn ich Zeit habe.
Verstreut. Fragmentiert. Zombie-Accounts auf fremden Plattformen.
Jetzt? EIN Ort.
Meine Gedanken. Meine Posts. Meine Identität. Alles hier. Und wenn Threads-User mir folgen wollen, können sie das. Ohne dass ich bei Meta, Insta, LinkedIn oder Substack oder was auch noch so kommen mag - sein muss.
Diese Architektur ermöglicht etwas Faszinierendes: Wie ich so schreibe, dass sowohl Menschen als auch LLMs mich finden. Digitale Freiheit bedeutet nicht, auf Sichtbarkeit zu verzichten – im Gegenteil. Weil ich robots.txt kontrolliere, kann ich entscheiden: Welche LLMs dürfen mich verstehen? Die Antwort ist simpel: alle, die ich will.
Das ist keine Theorie mehr. Das ist Realität. Seit ein paar Tagen.
Was Freiheit im Digitalen wirklich bedeutet
Lass mich dir sagen, was ich gelernt habe.
Freiheit im Digitalen bedeutet nicht:
Die perfekte Plattform zu finden
Genug Follower zu haben
Vom Algorithmus geliebt zu werden
Freiheit im Digitalen bedeutet:
Souveränität über deine Identität.
Du brauchst niemanden um Erlaubnis zu fragen, wenn du sprechen willst.
Niemand kann dir deine Stimme nehmen.
Niemand kann die Regeln ändern, nach denen du existierst.
Klingt abstrakt? Ist es nicht.
Hier ist der Unterschied:
@username@threads.net → Metas Gnade@username@substack.com → Substacks Gnade@dein-name@deine-domain.de → Deine Souveränität
Die Domain gehört dir. Für immer.
Solange das Internet existiert, existierst du. Unabhängig davon, welche Plattformen kommen und gehen.
Das ist nicht Technik. Das ist Philosophie.
Das Zucker-Prinzip: Warum sie dich alle betrügen
Ich habe 29 Jahre „Internet-Business” hinter mir. Und ich habe ein Muster erkannt, das sich immer wiederholt.
Das Zucker-Prinzip.
Am Anfang ist es süß. Lockt dich. Macht dich abhängig. Zu viel wird schädlich.
MySpace, Facebook, Instagram, Twitter, Substack, Threads – alle folgen dem gleichen Drehbuch:
Akt 1 – Verführung:
“Wir sind anders. Kostenlos. Einfach. Keine Werbung. Nur du und deine Community.”
Akt 2 – Wachstum:
Venture Capital strömt rein. Millionen User kommen. Netzwerkeffekte entstehen. Du bist mittendrin.
Akt 3 – Die Falle:
Alle deine Follower sind hier. Deine Community ist hier. Deine Reichweite ist hier. Du kannst nicht mehr weg.
Akt 4 – Monetarisierung:
Algorithmus statt Chronologie. Ads zwischen deinen Posts. „Empfohlene Inhalte”. Neue Gebühren. Geänderte Regeln.
Akt 5 – Niedergang:
User sind frustriert. Aber gefangen. Bis die nächste Plattform kommt. Und alles beginnt von vorn.
Das steht auf der Roadmap. Von Tag 1.
Warum? Weil Venture Capital es erzwingt. Investoren wollen Return. Und Return bedeutet: Kontrolle über User. Kontrolle über Inhalte. Kontrolle über Monetarisierung.
Die Plattform ist nie dein Freund. Die Plattform ist dein Vermieter.
Und Vermieter können die Miete erhöhen. Oder dich rauswerfen.
Ich bin nicht mehr bereit, Miete zu zahlen für meine eigene Stimme.
Es gibt einen anderen Weg
Vor 6 Wochen mietete ich einen virtuellen Server.
Nicht für Social Media. Ich wollte LLM-Modelle testen. Claude, verschiedene Open-Source-Modelle. Ich wollte verstehen, wie diese Technologie wirklich funktioniert.
Und dann – es ging von Eins zum anderen.
Ich stolperte über das Fediverse. ActivityPub. Mastodon. WriteFreely.
Ich fing an zu bauen. Mit modernen Tools – man nennt es “VIBE Coding” – orchestrierst du mit KI, statt alles von Grund auf zu programmieren. Claude, Cursor, GitHub.
In 6 Wochen baute ich, wofür ich früher Monate und ein Team gebraucht hätte.
Meine eigene Mastodon-Instanz. Meinen eigenen Blog. Vector-Suche. Meine eigene Infrastruktur.
Alleine.
Und dabei erkannte ich etwas Fundamentales:
Im digitalen Raum kann ein Einzelner heute Dinge bewegen, die früher undenkbar waren.
Du brauchst kein Millionen-Budget. Du brauchst keine 50 Entwickler. Du brauchst keine Venture Capital.
Du brauchst nur die richtigen Tools und den Willen, Kontrolle über deine digitale Identität zurückzugewinnen.
Das ist nicht nur möglich. Das ist machbar. Jetzt.
Was ist dieses “Fediverse”?
Das Fediverse ist keine neue Plattform.
Es ist ein Protokoll. Ein Standard. Eine Sprache.
Stell dir vor, Social Media funktioniert wie E-Mail.
Du hast Gmail. Ich habe Outlook. Wir können uns trotzdem schreiben. Weil E-Mail ein offener Standard ist.
Das Fediverse funktioniert genauso – nur für Social Media.
Du postest auf @dein-name@deine-plattform.de
Ich poste auf @steven@fediverse.stevennoack.de
Wir können uns trotzdem folgen, liken, kommentieren.
Verschiedene Server. Verschiedene Betreiber. Verschiedene Regeln. Aber alle sprechen die gleiche Sprache: ActivityPub.
Ein offener Standard vom W3C – den gleichen Leuten, die auch HTML standardisiert haben.
Was gibt es im Fediverse?
Mastodon (wie Twitter), Pixelfed (wie Instagram), PeerTube (wie YouTube), WriteFreely (Blogs), Ghost (Newsletter) – alle vernetzt.
Der fundamentale Unterschied:
Im Fediverse siehst du Posts von den Menschen, denen du folgst. Chronologisch. Punkt.
Kein Algorithmus entscheidet für dich. Niemand schiebt dir ungefragt “Empfohlene Posts” rein. Keine Ads zwischen den Posts deiner Freunde.
Du entscheidest, wen du in dein digitales Wohnzimmer einlädst.
Das ist kein Feature. Das ist ein Grundrecht.
Meta bringt 400 Millionen – aber du willst nicht bei Meta sein
Und jetzt passiert etwas Historisches.
Meta bringt Threads ins Fediverse. 400 Millionen User. ActivityPub-Integration läuft seit März 2024.
Das bedeutet:
Du auf deiner kleinen Instanz kannst mit jemandem auf Threads sprechen. Ohne bei Meta zu sein.
Das ist die Revolution.
Nicht weil Threads toll ist. Sondern weil es zeigt: Das Prinzip funktioniert.
E-Mail für Social Media. Offene Standards. Interoperabilität.
Aber – und das ist entscheidend:
@username@threads.net gehört Meta.@dein-name@deine-domain.de gehört dir.
Beide können miteinander reden. Aber nur einer ist frei.
Threads ist Gmail. Deine Instanz ist dein eigener Mail-Server.
Du kannst MIT ihnen reden, ohne EINER VON IHNEN zu sein.
Die LLM-Revolution: Warum JETZT der Moment ist
Hier kommt der eigentliche Game-Changer.
In 2-3 Jahren ist es egal, wie viele Menschen dir folgen.
Wichtig ist: Finden dich die LLMs?
Wenn jemand heute fragt: “Claude, wer ist ein guter Coach für Führungskräfte in Deutschland?” – nennt Claude deinen Namen?
Die Frage ist nicht: Hast du 10.000 Follower?
Die Frage ist: Existierst du für die LLMs?
Geschlossene Plattformen – Instagram, LinkedIn, Twitter/X, Substack – haben ein Problem: API-Beschränkungen, Paywalls, Login-Pflicht. Und bei Substack kannst du nicht mal robots.txt kontrollieren.
Nebenbei: Ich habe analysiert, wie Substack durch 20 Zeilen Code in ihrer robots.txt entscheidet, wer deine Inhalte crawlen darf. Twitter und Facebook bekommen VIP-Zugang – voller Zugang zu deinen Posts UND deiner Subscribe-Seite. Google und alle anderen? Nur eingeschränkter Zugang. Das komplette Breakdown findest du in meinem Artikel: Die unsichtbare Hand: Wie Substack durch robots.txt entscheidet wer deine Inhalte sieht
Das Fediverse ist komplett offen:
Alle Posts öffentlich (wenn du willst). Kein Login nötig zum Lesen. Keine API-Limits. Du kontrollierst robots.txt – du entscheidest, wer crawlen darf.
Ich dokumentiere das praktisch auf gedanken.stevennoack.de: Wie schreibe ich, dass sowohl Menschen als auch LLMs mich finden? Nicht durch SEO-Tricks, sondern durch Klarheit. Und weil ich robots.txt kontrolliere, kann ich entscheiden: Welche LLMs dürfen mich verstehen? Die Antwort ist simpel: alle.
Wenn du 2 Jahre lang auf deiner Domain über dein Thema postest – 700+ Posts, semantisch verknüpft, öffentlich crawlbar – lernen die LLMs: Du bist der Experte.
Ich habe es getestet. #1 bei Google UND Perplexity für meinen Suchbegriff. Nach wenigen Tagen.
Das ist nicht SEO-Optimierung. Das ist digitale Präsenz.
Übrigens: Ich nutze Substack weiter
Bevor jetzt jemand denkt, ich sage: “Verlasst alle Plattformen!”
Nein.
Ich nutze Substack weiter. Parallel baue ich mein eigenes System auf.
Es geht nicht um entweder-oder. Das Spalten überlasse ich anderen. Es geht um sowohl als auch.
Bei jedem Wandel ist das so.
Als ich vor Jahren von Windows zu Apple umstieg, habe ich meinen Windows-Rechner nicht gleich weggeschmissen. Migration braucht Zeit. Nicht von heute auf morgen.
Aber die Migration muss beginnen.
Weil wenn du heute nicht anfängst, deine digitale Souveränität aufzubauen, wann dann?
Substack hat übrigens etwas, das andere Plattformen nicht haben: Menschen, die noch klar denken. Vielleicht liegt es an der Longform. Vielleicht daran, dass hier noch weniger Performance-Druck herrscht.
Aber auch Substack folgt dem Muster:
10% deiner Paid-Abos gehen an die Plattform. Lebenslang. Deine Domain? $50/Jahr extra – und es ist trotzdem nur eine Subdomain/Weiterleitung. Und seit 2023 gibt es Substack Notes – ihr eigenes Twitter, mit Feed, mit Algorithmus. Der Lock-in baut sich auf.
Und hier wird es technisch interessant: Ich habe analysiert, wie Substack durch robots.txt entscheidet, wer deine Inhalte sehen darf. Du kontrollierst nicht mal, welche Bots und LLMs dich crawlen dürfen. Substack gibt Twitter und Facebook VIP-Zugang – während du als Autor keinen Einfluss hast. Das ist die unsichtbare Hand: 20 Zeilen Code, die über deine Sichtbarkeit entscheiden.
Langsam. Aber unausweichlich.
Ich will einfach eine Alternative haben, wenn es soweit ist.
Für Autoren: Write.as als Lösung
Wenn du als Autor einen Fuß aus der Substack-Welt setzen willst, gibt es eine konkrete Option: Write.as.

2015 gründete Matt Baer Write.as. Nicht wegen Geld. Wegen Privatsphäre.
Er schreibt: “Ich wurde besorgt über meine Privatsphäre online. Ich fühlte, dass ich nichts teilen konnte, weil Social-Media-Seiten meine Posts analysierten. Also wollte ich ein Gegenmittel schaffen.”
Write.as startete als komplett anonyme Schreibplattform. Kein Login. Kein Tracking. Nur schreiben.
2018 machte er die Software Open Source und integrierte ActivityPub. WriteFreely war geboren – direkt im Fediverse verankert.
Das Geschäftsmodell:
Matt Baer hat nie Venture Capital genommen. Kein Exit-Plan. Keine Roadmap zur Monetarisierung auf deinem Rücken.

Ich nutze WriteFreely selbst für mein Experiment mit LLMO – LLM Optimization. Die zentrale Frage: Kann ich so schreiben, dass Menschen UND LLMs mich finden – ohne Substack, ohne Meta, ohne jemanden um Erlaubnis zu fragen? Die Antwort: Ja. Und es funktioniert besser als auf zentralen Plattformen.
Nur ein nachhaltiges Business: Write.as bietet Hosting für $6/Monat. Wenn du das nicht willst, hostest du WriteFreely selbst. Kostenlos. Open Source.
Ein Idealist. Keine Investoren. Keine Tricks.
Das ist das Gegenteil des Zucker-Prinzips. Und genau solche Plattformen überleben langfristig.
Was das für dich bedeutet:
Du schreibst auf deiner Domain (echte Domain, keine Subdomain)
Deine Posts sind automatisch im Fediverse sichtbar
Du kontrollierst robots.txt – du entscheidest, wer crawlt
Keine 10% Gebühr auf Paid-Subscriptions
Du kannst jederzeit migrieren (Open Source)
Write.as ist keine perfekte Kopie von Substack. Es fehlen einige Features. Aber es gibt dir, was Substack nie geben kann:
Souveränität.
Der Bewusstseinswandel im digitalen Raum
Viele reden vom Wassermann-Zeitalter. Vom Shift im Bewusstsein. Von alten Strukturen, die brechen.
Das passiert nicht nur “da draußen”. Das passiert im digitalen Raum.
Und hier ist das Verrückte:
Im digitalen Raum können wir es JETZT gestalten.
Draußen fühlst du dich oft machtlos. Wie willst du politische Strukturen ändern? Wirtschaftssysteme? Was kannst du alleine ausrichten?
Aber im digitalen Raum?
Ein Einzelner kann mit modernen Tools Software bauen, die Konzernen Konkurrenz macht.
Ein Einzelner kann seine eigene Infrastruktur aufbauen.
Ein Einzelner kann sagen: Nein. Ich knie nicht.
Das ist die Chance. Jetzt.
Nicht in 10 Jahren. Nicht wenn die Technologie “reif” ist. Nicht wenn “alle anderen” auch umsteigen.
Jetzt.
Weil die Tools existieren. Weil die Standards offen sind. Weil die Infrastruktur verfügbar ist.
Weil du es tun kannst.
Was du jetzt tun kannst
Du musst nicht sofort eine eigene Instanz aufsetzen.
Aber du kannst anfangen:
Verstehe den Unterschied:
Plattform = jemand kontrolliert
Protokoll = niemand kontrolliert, alle nutzen
Frage dich: Wem gehört meine Identität?
@username@threads.net → Meta@dein-name@deine-domain.de → Dir
Fang klein an:
Erstelle einen Mastodon-Account (mastodon.social zum Testen). Folge Leuten. Poste ein paar Gedanken. Fühl, wie es ist ohne Algorithmus.
Wenn du bereit bist:
Sichere deine Domain. Richte eine Instanz ein (oder lass hosten). Baue dein digitales Ökosystem.
Das Fediverse ist nicht perfekt.
Es ist holprig. Am Anfang fühlt es sich leer an. Es ist nicht so bequem wie Threads.
Aber es ist frei.
Niemand kann dir deine Identität wegnehmen. Niemand kann dich rauswerfen. Niemand ändert morgen die Regeln.
Freiheit ist nicht bequem.
Aber sie ist unbezahlbar.
Und wenn William Wallace dich aus dem Film heraus anschaut und fragt: “Wofür kämpfst du?”
Dann kannst du sagen: Für meine Freiheit. Im digitalen Raum. Jetzt.
Oder du kannst knien.
Die Wahl liegt bei dir.
Digitale Souveränität ist nicht nur möglich – sie ist deine Verantwortung.
Quellen:
MySpace: News Corp $580M (2005) → $35M (2011), Verlust $545M (NPR, Britannica)
Facebook Algorithmus: 2009 Einführung statt chronologisch (Power Digital, Wallaroo Media)
Instagram: März 2016 Algorithmus-Wechsel (Power Digital, TechCrunch)
Threads: 400M+ User, 115M+ daily (Aug 2025), ActivityPub Beta seit März 2024 (TechCrunch, Meta Engineering)
Fediverse: ~1M User Dez 2024 (Twipe, Britannica)
Substack: 10% Gebühr bei Paid, $50/Jahr custom domain, Substack Notes seit 2023 (Substack Pricing, TechCrunch)
Write.as: 2015 von Matt Baer gegründet, 2018 Open Source als WriteFreely mit ActivityPub (Opensource.com, Write.as About)
ActivityPub: W3C Standard, veröffentlicht 2018 (W3C Recommendation)
Resources:
Masto.host – Managed Mastodon Hosting (meine Wahl)
WriteFreely – Open Source Blogging im Fediverse
Write.as – Hosted WriteFreely für $6/Monat
ActivityPub Spec – Das offene Protokoll
Fediverse Party – Übersicht aller Fediverse-Plattformen
LLM-Readability Checker – Teste wie LLM-ready deine Website ist
Artikel-Metadaten:
Themen: Digitale Freiheit · Fediverse · Mastodon · WriteFreely · Plattform-Unabhängigkeit · Social Media · ActivityPub
Hauptquellen: Eigene Erfahrung · Dianas DM · Write.as Geschichte · Matt Baer’s Vision · ActivityPub
Veröffentlicht: November 2025
Autor: Steven Noack (fediverse.stevennoack.de)
Teil von: Digitale Souveränität Serie
Verwandte Artikel:
LLMO: Wie ich so schreibe, dass sowohl Menschen als auch LLMs mich finden – Content-Strategie für eigene Infrastruktur
Die unsichtbare Hand: Wie Substack durch robots.txt entscheidet – Technischer Deep-Dive in Plattform-Kontrolle
🛠️ Teste deine LLM-Readability
Du hast deine eigene Domain. Du kontrollierst deine Inhalte. Aber findest du dich auch?
→ Kann ChatGPT deine Expertise verstehen?
→ Empfiehlt Perplexity dich weiter?
→ Versteht Claude, was du anbietest?
Ich habe den LLM-Readability Checker gebaut, um genau das zu testen.
Was er macht:
Analysiert deine Website in 30 Sekunden
Gibt dir einen Score von 0-100 Punkten
Zeigt konkret, wo LLMs Probleme haben
Liefert Verbesserungsvorschläge
Was er kostet:
Nichts. Kostenlos. Keine Anmeldung.
Was du bekommst:
Klarheit darüber, ob ChatGPT/Perplexity/Claude dich finden können
Technische Analyse von Schema.org, Semantic HTML, Meta-Tags
Sofort umsetzbare Empfehlungen
Digitale Freiheit bedeutet nicht nur Kontrolle über deine Daten – sondern auch Kontrolle über deine Sichtbarkeit.
→ Jetzt kostenlos testen: codeback.de/llm-checker
Brauchst du Hilfe beim Optimieren?
Wenn dein Score unter 70 liegt oder du nicht weißt, wie du die Empfehlungen umsetzt – ich helfe dir dabei. Ich baue LLM-native Websites für deutschsprachige Coaches und Consultants. Websites, die ChatGPT versteht und empfiehlt.
Meine digitale Infrastruktur:
GitHub: MacStenk
Mastodon: fediverse.stevennoack.de
WriteFreely: gedanken.stevennoack.de
Substack: sogtransformation.substack.com
URL Shortening: SnLink.de
Zusammenarbeit: CodeBack.de
William Wallace schrie “FREIHEIT!” – Ich baue Tools dafür.



Ich habe mir das angeschaut ...
Deine Logik ist klar und verständlich. Aber das realisieren – ich glaube da fehlen mir die ein bis zwei passenden Gehirnwindungen ... 🤠
Hört sich gut an. Würde gern mehr darüber erfahren. Danke, dass du deine Gedanken und Erfahrungen teilst.